Die Zukunft der Arbeit



Die Zukunft der Arbeit ist momentan in aller Munde. Die ungewisse Entwicklung der Arbeitswelt, führt zu mutigen Gedanken, kontrovers geführten Diskussionen und mitunter Unsicherheiten: Wird bald alles remote? Brauchen wir noch einen fixen Arbeitsort? Wie sieht das neue 9 to 5 aus?


Nicht nur durch sich ständig wandelnde Einflüsse unserer VUCA-Umwelt, sondern auch durch generationsbedingte Werteverschiebungen, hat sich in der Arbeitswelt einiges verändert – und noch mehr Wandel ist in Aussicht. Eine Krise nach der anderen beschäftigt nicht nur Unternehmen, sondern ganze Gesellschaften. Der Krisenmodus schlägt sich auf unsere Art, über Arbeit zu denken. Das ist eine Chance: Wir denken out-of-the-box, machen uns bewusst, was uns wirklich wichtig ist. Wie aber sieht die Zukunft der Arbeit aus?


Ist „Arbeit“, wie wir sie kennen, in einigen Jahren Geschichte?


Natürlich kann die Zukunft nie mit Sicherheit prognostiziert werden, wir können lediglich Annahmen anhand absehbarer Trends und Entwicklungen treffen. Hier einige Entwicklungen, die für die nächsten Jahre denkbar sind.


#1 Mindset Revolution

Nicht nur Führungskräfte und Organisationen, mussten lernen, umzudenken und flexiblere Arbeitsstrukturen zu etablieren, sondern auch individuelle Haltungen zur Arbeit haben sich merklich gewandelt. Der Wunsch nach Selbstverwirklichung, sinnstiftender Arbeit, Kreativität, Eigenverantwortung und nachhaltigem Wirtschaften ist in vielen mehr denn je gewachsen. Von einem „Fixed Mindset“ mussten wir krisenbedingt zum „Growth Mindset“ wechseln. Es gilt nun, in schwierigen Situationen Chancen zum Wachstum oder zur eigenen Weiterentwicklung zu erkennen.


#2 Neue Berufe

Durch den Einsatz zunehmender Automatisierung, künstlicher Intelligenz und Robotik werden gewisse Jobs ad absurdum geführt, der Bedarf nach menschlicher Arbeitskraft fällt in diesem Kontext weg. Gewisse Berufe werden demnach verschwinden, dafür folgen neue Berufe mit mehr Raum für menschliche Stärken und Soft Skills. Lebenslanges Lernen, emotionale Intelligenz und Anpassungsfähigkeit an ständige Innovationen zählen besonders.


#3 Human Connection

Wir haben gesehen, wie gut es funktioniert: Erhöhte Produktivität und Flexibilität führen dazu, dass hybrides Arbeiten, virtuelle Meetings und generelle Arbeitsort- und Arbeitszeitflexibilisierung bleiben werden.


Trotz aller Ambitionen, vollkommen auf Distanz zusammenzuarbeiten und auf einen zentralen Gemeinschaftsort gänzlich zu verzichten, bleiben wir Menschen aber soziale Wesen.

Umso wichtiger wird die ‚Human Connection‘ sein. Austausch unter Kollegen, informelle Gespräche in der Pause, gemeinsame Team-Aktivitäten, kreative Prozesse, die greifbar sind…selbst mit ‚Everywhere Workplaces‘ werden gelegentliche, physische Treffpunkte wohl noch eine große Bedeutung haben (müssen). Führungsaufgaben verändern sich daher im Speziellen. Es gilt als Führungskraft, ein effektives Zusammenspiel aus hybrid arbeitenden Teammitgliedern zu ermöglichen und für soziale Integration und kommunikativen Austausch zu sorgen.


Wird die Arbeit, wie wir sie kannten, in Zukunft also Geschichte sein? Auf vieles haben wir noch keine Antworten. Auch, wenn es jetzt schon mutige Vorreiter in der Unternehmenswelt gibt, die zu 100% auf Remote Work umstellen, bleibt die Frage danach, ob dies der (einzig) richtige Weg ist. Wie immer, gibt es nicht den einen Weg, sondern unzählige individuelle Pfade. Jedes Unternehmen, jedes Team ist unterschiedlich und hat unterschiedliche Bedürfnisse. Demnach gibt es keine „One-Size-Fits-All“-Lösung, wie die Arbeit der Zukunft aussehen kann. Sicher prognostizierbar ist jedoch eines: Wir alle dürfen lernen, mit Entwicklungen im Außen Schritt zu halten. Denn: Ständige Veränderung wird bleiben.



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