Wie finde ich meinen Raum der Gelassenheit?




Im Alltag ist es nicht immer leicht, trotz Stress, Ärger und innerlichem sowie äußerlich spürbaren Druck, achtsam mit den eigenen Gedanken, positiv gestimmt und gelassen zu bleiben. Und um ehrlich zu sein, man muss auch nicht immer ein Lächeln auf den Lippen tragen. Es ist auch in Ordnung, einmal einen schlechten Tag zu haben und belastende Gefühle als solche wahrzunehmen. Aber trotzdem gilt es, sich bewusst zu machen, dass wir stets selbst die Macht haben, unsere Gemütslage zu beeinflussen. Auch wenn es uns das Umfeld noch so schwer machen mag, gelassen zu bleiben, es gibt Möglichkeiten für uns, unseren inneren Raum der Gelassenheit immer wieder bewusst aufzusuchen.


#1: Sei freundlich zu dir selbst. Oft warten wir bei schlechter Laune auf ein aufmunterndes Lächeln oder nette Worte von außen, aber anstatt lange zu warten, können wir uns durchaus auch selbst durch wertschätzende Gedanken aufheitern.


#2: Dankbarkeits-Liste. Egal, ob man für jeden Buchstaben des Alphabets ein Wort findet, wofür man dankbar ist, oder täglich drei Begriffe aufschreibt, für die man sich dankbar schätzt: Dankbar zu sein, macht uns nicht nur bewusst, wie gut es uns eigentlich geht, sondern kann auch als Kraftquelle dienen.


#3: Singletasking statt Multitasking. Sobald wir uns gehetzt und außer Atem fühlen, sollten wir im Sinne der Achtsamkeit versuchen, bewusst bei einer Sache zu einem Zeitpunkt zu bleiben: Eins nach dem anderen also.


#4: „Ich möchte heute…“ statt „Ich muss heute noch“. Diese Sätze für sich zu beenden, bringt nicht nur mehr Leichtigkeit und wahrgenommene Selbstbestimmung ins Leben, sondern macht uns auch bewusst, was wir NICHT möchten.


#5: Bewusst atmen. Tiefe Atemzüge zu nehmen, beruhigt ungemein und führt zu innerer Balance und Stressreduzierung. Auch vor wichtigen Gesprächen, Terminen oder Präsentationen kann unsere Atmung wesentlich dazu beitragen, die Nervosität zu senken.


#6: Das Spiegelgesetz. Stört oder ärgert uns etwas an dem Gegenüber, so darf man sich die Frage stellen „Was zeigt mir mein Gegenüber gespiegelt über mich?“. Oft sind es nämlich genau die Wesenszüge des Mitmenschen, die wir an uns selbst ablehnen, die uns negativ auffallen.


#7: Lächle und die Welt verändert sich. Auch wenn diesen Satz so mancher nicht mehr hören kann, es ist tatsächlich so, dass ein Lächeln nicht nur Sympathie und positive Emotionen bei anderen erweckt, sondern auch bei uns selbst die Stimmung enorm verbessern kann.


#8: Action statt Ohnmacht. Wenn’s mal nicht so läuft, wie wir das gerne hätten, können wir uns von der passiven „Opfermentalität“ abwenden und der aktiven Tatkraft zuwenden. „Das kann ich sofort tun, um mich besser zu fühlen…“ oder „Diesen Gestaltungsraum habe ich an der Situation. Hier kann ICH etwas ändern“ sind dabei hilfreiche Mantras.


#9: Vom Denken ins Da-Sein. Wenn unsere Gedanken nicht aufhören wollen zu rattern, kann es helfen, achtsam und bewusst den Moment zu erleben. „5 Dinge, die ich sehe…“, „5 Dinge, die ich höre…“ oder „5 Dinge, die ich tasten oder körperlich spüren kann…“ geben dafür einen Rahmen vor.


Was auch immer für dich funktioniert, wichtig ist, immer wieder achtsam mit den eigenen Gedanken umzugehen und sich dessen bewusst zu werden, dass wir selten steuern können, wer und was uns begegnet, sehr wohl aber wie WIR damit umgehen.

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