Urlaub? Aber richtig!



Der Sommer ist in vollem Gange und das heißt für viele: Urlaubszeit. Endlich die langersehnte Pause vom anstrengenden Job. Erholung und Auszeit sind unabdingbar, nicht umsonst in ein Mindesturlaub gesetzlich vorgeschrieben. Urlaub bedeutet Auszeit, Entspannung, Energie sammeln und auch einfach Zeit zum Genießen haben. Urlaub sollte allerdings nichts sein, worauf man hinhungert und sich gerade noch mit letzten Kräften ins Ziel rettet. Denn wenn man sich urlaubsreif fühlt, ist es eigentlich schon zu spät für die eigene Erholung. Die beginnt nämlich im Alltag. Stichworte sind hier ein gutes Stress- und Zeitmanagement, Erholung neben der Arbeit und auch die Fähigkeit Grenzen zu setzen. Wenn ein Urlaub ansteht, ist es unabhängig der äußeren Umstände wichtig, dass hier wirklich Erholung und eine Auszeit möglich ist, sodass der Urlaub auch seinen Zweck erfüllt.

Empfehlenswert sind übrigens neben einem längeren Urlaub auch mehre kleine Auszeiten, wie verlängerte Wochenenden. Studien zeigen nämlich, dass nach zwei Wochen Urlaub kein zusätzlicher Erholungseffekt mehr eintritt. Also lieber öfters im Jahr ein paar kleine Trips einplanen als einmal den vierwöchigen Sommerurlaub.


Urlaub beginnt schon vor dem ersten freien Tag

Ja, der Urlaub sollte nicht die rettende Insel sein in einem Meer aus Stress und Erschöpfung. Manchmal gelingt es jedoch nicht, eine ausreichende Balance zwischen Arbeit und Erholung zu schaffen. Das ist auch in Ordnung, solange dieser Zustand nicht zur Norm wird. Umso wichtiger ist es dann, im Urlaub entsprechende Erholung zu finden. Dabei ist auch ein entspannter Start in den Urlaub wichtig. Und der beginnt bereits vor dem ersten freien Tag. Oftmals sind besonders die letzten Tage besonders stressig, weil noch Dinge erledigt und Aufgaben fertiggestellt werden müssen. Das lässt sich nicht ganz vermeiden, aber sollte doch versucht werden einzudämmen. Nachfolgend eine kleine Liste, was getan werden kann, um etwas Druck aus der Zeit direkt vor dem Urlaub zu nehmen.


  • Um Hilfe bitten und sich helfen lassen

  • Vertretungen frühzeitig regeln

  • Übergabe rechtzeitig vorbereiten

  • Abwesenheitsbenachrichtigung einrichten

  • Aufräumen (Schreibtisch, das E-Mail-Postfach etc.)

  • Die Rückkehr ins Büro und die ersten Tage nachdem Urlaub bereits vorab planen (z.B. den Vormittag für sich blocken)


Im Urlaub richtig abschalten

Damit der Urlaub auch die gewünschte Wirkung von Erholung und Entspannung erzielt, ist es wichtig diesen auch richtig zu nutzen. Was Entspannung bedeutet ist für jeden Menschen unterschiedlich. Für den einen sind es Tage am Strand mit einem guten Buch in der Hand, für die andere eine Tour mit dem Rennrad über die Alpen. Wichtig ist daher vorher zu überlegen, welcher Urlaubstyp man ist und was einem gut tut. Wer lieber den All-Inclusive-Urlaub möchte, sich aber auf einer Weitwanderung durch die Berge quält, wird kaum erholt aus dem Urlaub zurückkehren.


Ein genereller Tipp: Im Urlaub das Gegenteil von dem tun, was man im Berufsalltag macht. Wer viel sitzt, kann sich im Urlaub bewegen und Sport machen. Bei viel beruflichem Kontakt mit Menschen kann Ruhe und Rückzug guttun. Fordert der Beruf viel körperliche Aktivität, kann der Urlaub für körperliche Entspannung genutzt werden.

Ist die Urlaubsplanung geglückt und man endlich an der gewünschten Destination angekommen, gilt es hier doch einiges zu beachten, damit die Zeit auch wirklich einen Erholungseffekt hat. Wichtig ist, möglichst nichts zu tun, was dem Arbeitsalltag ähnelt oder schlimmer noch: gar zu arbeiten. Denn solange zwischendurch die E-Mails gecheckt werden oder Anfragen von Kollegen beantwortet werden, ist sicher nicht an abschalten und erholen zu denken. Aber genau dafür ist der Urlaub da, eine Auszeit von den beruflichen Pflichten und Routinen zu haben und Fokus auf das eigene Wohlbefinden und die Gesundheit zu lenken.


Was kann hier helfen, um im Urlaub richtig abzuschalten?


Ruhig in den Urlaub starten

Am besten nicht sofort am ersten freien Tag in den Urlaub starten oder gar am Abend des letzten Arbeitstags. Lieber noch einen Tag Zeit nehmen um bereits etwas Abstand von der Arbeit zu gewinnen, den Urlaub bewusst zu begrüßen und die Koffer packen. Sonst beginnt der Urlaub gleich mit damit, wovon man sich eigentlich erholen möchte, nämlich Stress.


Digital Detox

Das gilt insbesondere für alles, was die Arbeit betrifft. E-Mails checken oder Kontakt zu Kollegen, zum Chef oder zu Kunden ist im Urlaub tabu. Im Fall der Fälle sollte mit Kollegen vereinbart werden, nur in wirklichen Notfällen kontaktiert zu werden. Und auch privat sollte das Handy nur sparsam genutzt werden oder vielleicht auch ein paar Tage darauf verzichtet werden. Denn auch der soziale Kontakt per Handy und das Checken von Social Media kann einen Stressfaktor darstellen.


Nichts-tun

Was so einfach klingt, ist oftmals schwerer gesagt als getan. Oftmals sind bereits vor dem Urlaub die Tage durchgetaktet mit Aktivitäten. Hier sollten bewusst Lücken gelassen werden, sodass nicht von einem Punkt der Urlaubsagenda zum nächsten gehetzt wird, sondern man wirklich auch einmal die Seele baumeln lässt.


Neues Erleben

Nicht ratsam ist es wiederum, den gesamten Urlaub mit nichts-tun zu verbringen. Neue Orte und Kulturen wollen entdeckt und damit der Horizont erweitert werden. Das hilft besonders Menschen, denen es eher schwer fällt abzuschalten. Zusätzlich nehmen wir einen ereignisreichen Urlaub als länger war. Denn das Erleben von Neuem streckt unser Zeiterleben während Monotonie den Urlaub gleich kürzer erscheinen lässt.


Kein Stress bei der Rückkehr

Für das Ende des Urlaubs gilt das gleiche wie für den Anfang. Lieber noch einen Tag daheim einplanen, um in Ruhe wieder nach dem Urlaub anzukommen und die Eindrücke zu verarbeiten. Die Wäsche und andere Erledigungen dürfen hier auch einmal warten.



Mit ein paar Tipps und Tricks lässt sich also der Erholungsfaktor des Urlaubs gleich steigern. Und da Vorfreude bekanntlich die schönste Freude ist, kann auch gleich die Planung für den nächsten Urlaub in Angriff genommen werden. Damit der nächste Urlaub aber nicht wieder einer Rettung in den Entspannungshafen gleicht, ist es wichtig in der Zwischenzeit eine gesunde Balance zwischen Arbeit und Freizeit zu schaffen und hier kleine Auszeiten einzuplanen. Das kann je nach Vorliebe die schon lange geplante Wanderung sein, die eigene Stadt neu zu entdecken oder auch einfach ein Nachmittag mit einem Buch in der Sonne. Hauptsache der Erholungsfaktor ist da!



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