Mind full oder mindful?


"Die beste Weise, sich um die Zukunft zu kümmern, besteht darin, sich sorgsam der Gegenwart zuzuwenden" - Thich Nhat Hanh, buddhistischer Mönch


Die Vergangenheit ist ein Konglomerat verschwommener Bilder in unseren Köpfen, die Zukunft nichts als Projektion und Vermutung. Und trotzdem hängen wir gedanklich oft dort fest, flüchten uns in andere Gedanken, handeln im Autopilot-Modus. So leben wir in Gedanken ständig zwei Schritte im Voraus oder in Erinnerungen und verlernen dabei an dem Ort zu sein, wo wir unser Lebendigsein erfahren und den Augenblick bewusst wahrnehmen können: Im Hier und JETZT. Um Augenblicke wirklich auskosten zu können, braucht es aber Achtsamkeit.


Achtsamkeit - die Fähigkeit bewusst und im Jetzt zu leben und eigene Empfindungen sowie äußere Geschehnisse wahrzunehmen, statt zu urteilen - ist in einer Welt der Schnelllebigkeit der beste Weg für das Training Emotionaler Intelligenz, Stressbewältigung und für gesteigertes Wohlbefinden.


Achtsam zu sein bedeutet auch, ganz bei dem zu sein, was wir gerade empfinden oder machen, ohne in Gedanken schon beim nächsten Schritt zu sein. So nimmt man sich und die Welt bewusster wahr, bleibt trotz Stress gelassener, lernt den Augenblick zu genießen, wird ruhiger und konzentrierter, entspannt Körper und Geist tief und kann die Kommunikation mit anderen positiv verändern.


Die Übung von Achtsamkeit ist also optimal, um eigene Denk- und Verhaltensmuster zu untersuchen, die Schwierigkeiten im eigenen sozialen oder beruflichen Umfeld erzeugen. Achtsam innere und äußere Eindrücke wahrzunehmen, hilft dabei, mit herausfordernden Situationen besser umgehen zu können. Hier einige Grundhaltungen, die dabei unterstützen können:


Grundhaltungen der Achtsamkeit:

  1. Annehmen, was da ist. Die Basis von Achtsamkeit ist es, die aktuelle Lage zu akzeptieren und auch Unvollkommenheit bewusst zu begegnen.

  2. Offen sein. Erwartungen und fixe Vorstellungen dürfen losgelassen werden.

  3. Nicht urteilen. Ein Ende dem Vergleichen mit anderen und dem Beurteilen anderer.

  4. Nichts beabsichtigen. Statt zu denken und zu handeln, einfach mal da-sein.

  5. Vertrauen. Wer weiß, was einem selbst wirklich gut tut und was nicht, kann leichter Vertrauen in die eigene Weisheit aufbauen.

  6. Geduld üben. Wirkliche Veränderung und das langfristige Erlernen von gesteigerter Achtsamkeit brauchen Zeit - und damit Geduld.

  7. Loslassen. Vergangenes und gemachte Erfahrungen, wie Enttäuschungen, verpasste Gelegenheiten und vieles mehr, erst annehmen und dann loslassen.


Lass uns gerne in den Kommentaren wissen, wie dein bisheriger Umgang mit Achtsamkeit ausgesehen hat und, ob du planst, den ein oder anderen Input für dich auszuprobieren. Wir freuen uns aufs Lesen!

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