Weibliche Führungskraft in einem technischen Unternehmen


Interviewerin: Flora Otahal, Mitarbeiterin von COX Coaching & Consulting


Frau Hartl, was ist derzeit Ihre berufliche Aufgabe und wie sind Sie dahin gekommen?

Ich bin nach dem Studium als kaufmännische Trainee bei Bosch eingestiegen und habe seither in unterschiedlichen Unternehmensbereichen und Funktionen in Deutschland und in China gearbeitet. Seit fast 2 Jahren bin ich kaufmännische Leiterin des Bereichs eMobility / Elektrifizierung im Geschäftsbereich Powertrain Solutions.


Woraus besteht bei Ihnen ein normaler Berufsalltag?

Aus vielen Meetings, Gesprächen und E-Mails ...


Wie erleben Sie als erfolgreiche Frau in Ihrem Bereich Ihr Geschlecht für Ihren Erfolg? Hatten Sie je den Eindruck, dass die Tatsache, dass Sie eine Frau sind, Ihnen im Vergleich zu männlichen Kollegen im Weg steht?

Nein – den Eindruck hatte ich nie. Natürlich gibt es Situationen, die Männer wohl nicht so erleben würden – aber nichts, was bisher nachhaltig „im Weg“ stand. Ich denke, die Erfolgsfaktoren sind nicht unbedingt geschlechtsspezifisch - auch für Männer ist Karriere und Erfolg kein Home-run. Das soll aber nicht heißen, dass ich nicht sehe, dass es strukturelle und systematische Barrieren für Frauen gibt.


Frau in einem technischen Unternehmen: Welchen Ratschlag möchten Sie jungen Frauen mitgeben, die neu starten? Worauf kommt es wirklich an?

  • Authentisch bleiben

  • Herausfordernde Aufgaben annehmen, Führungsanspruch und Gestaltungwillen zeigen und aussprechen

  • Chancen, sich zu zeigen, auch ergreifen

  • Die Erweiterung des eigenen Kompetenzprofils nicht aus den Augen verlieren

  • Der Job muss Spaß machen – nur so kann man dauerhaft gute Leistung bringen

  • Sich ein gutes Netzwerk aufbauen

  • Sich auf seine Stärken und Erfolge fokussieren – ich denke, gerade für Frauen ist das, was man unter „Resilienz“ zusammenfassen würde, sehr wichtig

  • Work-Life planen – vor allem wenn man Kinder ha