Online-Onboarding-Rituale



Aus dem Homeoffice einen guten Start ins neue Unternehmen zu schaffen, ist gar nicht so leicht. Die Frage, die wir uns stellen müssen, lautet doch: Wie kann man remote eine Beziehung zu neuen Mitarbeitenden schaffen und sicherstellen, dass sie sich willkommen fühlen? Jedes Unternehmen ist ein Gebilde aus Stakeholdern, Prozessen, Aufgaben, Zielen, Bräuchen und Gewohnheiten. Um sich in diesem komplexen Gebilde zurechtzufinden und einzuarbeiten, brauchen neue Teammitglieder jemanden, der sie auch virtuell ‚an der Hand nimmt‘ und sich Zeit für den gemeinsamen Einarbeitungsprozess nimmt.


Klare Prozessbeschreibungen, Roadmaps, Insider-Informationen zur Unternehmenskultur, Do’s und Dont‘s sowie zur Sprache der Organisation sind für den Aufbau von Vertrauen und Zugehörigkeitsgefühl besonders förderlich. Das Risiko bei Online-Onboarding-Prozessen ist jedoch selten ein Mangel an operativen Informationen, sondern viel eher ein Mangel an Möglichkeiten zum Knüpfen persönlicher Kontakte.



Hier einige Rituale, die beim Online-Onboarding für neue Mitarbeitende unterstützen können – stets mit dem Fokus auf effektives Networking:


1) Tipp Nummer Eins: Einen fixen Onboarding-Zeitraum, von beispielsweise zwei Wochen, setzen. Fürs Onboarding sollte man sich besser zu viel als zu wenig Zeit nehmen, um langfristig Verbindung zum neuen Teammitglied aufzubauen.


2) Gibt es mehrere neue Teammitglieder, lohnt es sich, eine Neueinsteigergruppe für Austausch und gegenseitigen Support einzurichten.


3) Virtuell durchs Firmengebäude zu führen und dabei Geschichten zu erzählen, die die Identität der Organisation widerspiegeln, kann gerade am Anfang der online Einarbeitung zu einem wahren ‚Ankommen‘ führen.


4) Regelmäßige, kurze „Wer wir sind“-Kamingespräche in der Onlineversion vermitteln neuen Teammitgliedern ein besseres Verständnis der Organisation. Gleichzeitig bieten diese Gespräche Führungskräften unterschiedlicher Departments die Gelegenheit, sich bei den neuen Mitarbeitenden vorzustellen.


5) Am Anfang des Onboarding-Prozesses darf es für neue Mitarbeitende auch mal ‚unkomfortabel‘ sein: Sie mit einer operativ einfachen Aufgabe zu betrauen, die jedoch Abstimmung mit möglichst vielen Ansprechpartnern nötig macht, pusht aus der Komfort-Zone und hilft beim Kontakteknüpfen für spätere Projekte.


6) Auflockernde Aktivitäten, wie Spieleabende oder Kultur-Bingo und das Setzen von Fun-Challenges, funktionieren ebenso gut online und sollten auch virtuell nicht vernachlässigt werden – Kreativität macht es möglich.


7) Auf die offline Welt nicht vergessen: Neue Mitarbeitende zu 100% online einzuarbeiten funktioniert. Sollte es jedoch realisierbar sein, auch offline Berührungspunkte zu schaffen, go for it. Beispiele dafür sind Cafébesuche oder Spaziergänge mit Kollegen, Ausflüge zu fürs Unternehmen bedeutende Orte und vieles mehr.



Wie sehen deine Erfahrungen mit Online-Onboarding aus? Was hat funktioniert, was weniger? Lass es uns gerne in den Kommentaren wissen.

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